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Weihnachten Geschichten
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aktualisiert am 07.05.2009 14:42

Die Weihnachtsgrippe
(von Sarah/4a)

Kurz vor Weihnachten bekam der Weihnachtsmann eine richtige Grippe. Wahrscheinlich kam es daher, das er im Schneegestöber zu lange auf dem Weihnachtsmarkt herumgelaufen war. ,, Hatschi! Ausgerechnet in der Hochsaison! ´´ stöhnte er und putzte sich die Nase, die vom Schnupfen noch röter war als sonst. „ Wenn es mir in zwei oder drei Tagen nicht besser geht, gibt es in diesem Jahr keine Geschenke,´´ sagte er zu Rudolf dem Rentier, der seit vielen Jahren sein treuer Begleiter war. “Das darf nicht sein!“ sagte Rudolf besorgt. „Die Kinder freuen sich so auf Weihnachten. Man darf sie nicht enttäuschen.“ „ Was kann ich machen?“ seufzte der Weihnachtsmann und wickelte sich fröstelnd in seine Wolldecke.“ Gegen Grippebazillen ist selbst ein Weihnachtsmann machtlos.“ Rudolf lief in den Wald und suchte nach Wurzeln und Kräutern, von denen er wusste, das sie Heilkräfte hatten. Er kochte einen Tee daraus.  „Schmeckt ja scheußlich“, sagte der Weihnachtsmann. „ Aber es hilft“, behauptete Rudolf. Doch die „Weihnachtsgrippe“ ließ sich auch von den Kräutern nicht einschüchtern. Auch am nächsten und übernächsten Tag hatte der Weihnachtsmann Fieber. „ Noch drei Tage bis Weihnachten. Und ich kann nicht in meine Werkstatt!“ jammerte er. „ Wer soll denn die Geschenke fertig machen?“ „ Zuerst musst du gesund werden!“ sagte Rudolf. Er tat etwas Baldrian in den Kräutertee und deckte den Weihnachtsmann bis zur Nasenspitze zu . Dann ging er in die Werkstatt. Dort standen Mengen halbfertiger Spielsachen herum: Da lagen Bücher, Bälle, Schlittschuhe, Malbücher und viele andere Weihnachtsüberraschungen, die noch verpackt und mit Namen versehen werden mussten. „ Mal sehen, was ich tun kann“, murmelte Rudolf ein wenig mutlos. Rudolf selbst war zwar ein äußerst schnelles Schlittentier, aber bei Handarbeiten ziemlich ungeschickt. Da rannte Rudolf in seiner Verzweiflung in den Wald hinaus.“ Ihr müsst mir helfen!“ rief er den Waldtieren zu .“ Der Weihnachtsmann ist krank, und wenn wir nicht zusammen helfen, gibt es in diesem Jahr keine Weihnachtsgeschenke für die Kinder.“ „Das wäre sehr schlecht!“ rief der Specht und klopfte so laut , das es auch die Tiere hörten, die weiter weg wohnten. „SOS - der Weihnachtsmann braucht Hilfe!“ Bald darauf wurde es lebendig im Wald. Die Tiere kamen mitten in der Nacht zum Haus des Weihnachtsmannes, der nichts ahnend schlief. Der Specht leistete gute Arbeit. Der Kleiber leimte. Das Eichhörnchen packte alles in Kästchen. Die Eule stopfte die Ecke mit Flusen aus, damit nichts zerbrach. Die Spinnen woben silberne Fäden. Die Hasen halfen beim einwickeln und die Haselmaus beim zuschnüren. Die Elster beklebte die Pakete mit Sternen aus Glanzpapier. Der Rabe schrieb die Adressenschilder so wie es Rudolf es aus dem großen Auftragsbuch vorlas. Das Wiesel brachte alles hinaus zum Schlitten. Der Berg der Geschenke wuchs. Am Morgen war alles fertig. „ Hab ich heute Nacht aber unruhig geträumt! „ brummte der Weihnachtsmann als er erwachte. „ In meinem Kopf hat es dauernd gehämmert und geraschelt.“ „Das war nicht in deinem Kopf. Das war in unserer Werkstatt“, sagte Rudolf vergnügt. Und weil der Weihnachtsmann kein Fieber mehr hatte, brachte ihm das Renntier seinen großen roten Bademantel und seine Pantoffeln. „ Hat hier einer gezaubert?“ staunte der Weihnachtsmann, als er sah, dass alle Arbeit getan war. „Zusammenhelfen ist keine Zauberei“, sagte Rudolf und berichtete stolz, wie alle Tiere mitgearbeitet hatten. So kam es, das der Schlitten mit den Weihnachtsgeschenken schließlich doch rechtzeitig auf die Reise gehen konnte, auch wenn der Weihnachtsmann noch ein bisschen schwach war und die Waldtiere und Vögel, die den Schlitten ein Stück durch den Wald begleiteten, riefen:“ Halt dich gut fest, damit du nicht herunter fällst, wenn Rudolf durch die Lüfte saust!“ Wie ein Wunder erreichten auch in diesem Jahr wieder alle Geschenke die Kinder pünktlich zur Bescherung. Ein kleiner Junge staunte allerdings, als er in seinem Holzbaukasten eine Haselnuss fand. Da hatte das Eichhörnchen nicht aufgepasst. Aber so ein kleines Missgeschick kann schließlich jedem passieren.