MATERIALIEN - für den Religionsunterricht/Sachunterricht
von Monika Weißenböck


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Daniel Geschichte
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aktualisiert am 05.07.2011 11:09
Die Geschichte von Daniel in der Löwengrube Daniel

Man hatte Daniel verschleppt, weit weg in die fremde Stadt Babylon. Jeden Tag betete Daniel - er sprach mit Gott. Und Gott schenkte ihm große Weisheit.
Der König von Babylon konnte Daniel mochte sehr gern und so er machte ihn zu seinem engsten Berater und Freund. Die anderen Ratgeber waren deshalb eifersüchtig und neidisch. Sie warteten auf eine Gelegenheit, um Daniel eins auszuwischen.

Aber Daniel war ein ehrlicher und guter Mensch. Er tat nichts Verbotenes oder Schlechtes. Darum konnte ihn auch niemand beim König schlecht machen.
Wie sollten die Ratgeber Daniel nur loswerden? Tag und Nacht überlegten sie. Plötzlich hatten sie eine teuflische Idee: "Nur die Treue zu seinem Gott ist für Daniel noch wichtiger als die Treue zum König. Also müssen wir dort anfangen … "
Sie steckten die Köpfe zusammen, heckten ihren Plan aus, dann gingen sie zum König und sagten: "Großer König, mögest du lange leben!" und verneigten sich ganz tief. "Wir brauchen ein neues Gesetz. Gib den Befehl, dass alle Menschen nur dich und niemanden sonst anbeten dürfen. Wer dagegen verstößt, wird den Löwen zum Fraß vorgeworfen." Der König erkannte nicht, dass es nur ein böser Plan war, um Daniel loszuwerden. Er hörte auf seine Ratgeber und erließ das neue Gesetz.
Wie alle Menschen in Babylon, kannte auch Daniel bald das neue Gesetz. Aber die bösen Ratgeber hatten schon Recht: Daniels Treue zu Gott war noch größer als seine Treue zum König. Darum fuhr er fort, wie immer zu Gott zu beten.

Die Ratgeber lagen auf der Lauer und beobachteten, wie sich Daniel nieder kniete und betete. Sie freuten sich, dass ihr Plan funktioniert hatte. Schadenfroh eilten sie sofort zum König. "Großer König, mögest du lange leben!" heuchelten sie und verneigten sich. Dabei machten sie lange, traurige Gesichter. "Wir haben schlechte Neuigkeiten: Daniel hat gegen das Gesetz verstoßen. Wir haben mit eigenen Augen gesehen, wie er zu seinem Gott betete. Nach dem Gesetz musst du Daniel in die Löwengrube werfen lassen. Er wird Fraß für die hungrigen Löwen werden." Der König war sehr erschrocken. Aber nicht einmal er durfte ein Gesetz ändern. Er konnte Daniel nicht helfen.
Die Löwen waren ausgehungert. Sie fauchten und brüllten nach frischem Fleisch. "Ich kann nur hoffen, dass dein Gott dir hilft", murmelte der König zu Daniel, als die Soldaten ihn zur Löwengrube brachten.
Der König machte die ganze Nacht kein Auge zu. Er lag wach und dachte an Daniel und an die ausgehungerten brüllenden Löwen.

Daniel war in der Löwengrube – bei den hungrigen, gefährlichen Tieren. Sie hatten Seit Tagen kein Futter bekommen und freuten sich, endlich Nahrung zu erhalten. Jeder, der die Löwengrube kannte, fürchtete sich vor diesen Tieren.
Ganz anders war es bei Daniel. Er vertraute auf die Hilfe Gottes. Er wusste, dass er nicht alleine war, dass Gott bei ihm war. Auch in der Löwengrube konnte er sicher sein, dass Gott mit ihm war, den Weg mit ihm ging. Er hoffte auf den Schutz Gottes. Und aus diesem Grund hatte er keine Angst vor den Tieren.
Die Löwen spürten, dass da einer war, der keinerlei Angst hatte. Und sie verhielten sich ganz anders als sonst. Sie fielen nicht über Daniel her, sondern zogen sich in eine Ecke der Grube zurück und verbrachten dort die Nacht. Das Vertrauen auf die Anwesenheit Gottes und sein Mut, den er dadurch hatte, dass er wusste: ICH BIN NICHT ALLEINE! GOTT IST DA! GOTT HILFT MIR! ICH KANN MICH TRAUEN, VIELES ZU MACHEN, DENN ICH BIN SICHER, GOTT GEHT MIT MIR MIT!

Beim ersten Tageslicht eilte der König schnell zur Löwengrube. Von drinnen war kein Laut zu hören. "Daniel! Daniel!" rief der König voller Angst. "Lebst du? Hat dein Gott dich vor den Löwen gerettet?" Aber eigentlich war er sich ganz sicher, dass die hungrigen Raubtiere Daniel längst aufgefressen hatten.
Da hörte er Daniels Antwort klar und deutlich aus der Grube: "Großer König, mögest du lange leben! Ja, mein König, Gott war bei mir. Er hat mich beschützt.  Ich musste keinerlei Angst haben. Ich musste mich nicht fürchten, denn ich war ja nicht alleine. Gott war da, auch wenn ich ihn nicht sehen konnte. Er war bei mir. Die Löwen haben mir die ganze Nacht nichts getan. Es geht mir gut! Es war richtig, dass ich darauf vertraut habe, dass Gott bei mir ist."
Der König war erleichtert. "Helft ihm heraus, aber sofort!" befahl er den Wachposten. Daniel kam gesund aus der Löwengrube. Gott hatte ihn vor den Löwen gerettet. Und er hatte darauf vertraut, dass er nicht alleine ist, sondern dass Gott bei ihm ist und ihn beschützt. Das hatte ihm Mut gemacht – sogar in der Löwengrube. Der König aber erkannte, wie mächtig der Gott Daniels war. So erließ er ein neues Gesetz: Alle Menschen sollen zu diesem Gott beten. Denn ER rettet die, die ihm vertrauen, er hält zu denen, die sich zu ihm halten. Und so lobte das ganze Volk den Gott Daniels.